Kreishandwerkerschaft sensibilisierte für Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz
Korbach/Frankenberg(pm). Zum Start des Ausbildungsjahres 2025 hat die Kreishandwerkerschaft Waldeck-Frankenberg erneut ergänzende Schulungen zum Arbeitsschutz durchgeführt. Die Veranstaltungen fanden an mehreren Terminen in Korbach und in der Geschäftsstelle Frankenberg statt und richteten sich an Auszubildende im ersten Lehrjahr aus dem gesamten Landkreis. Das Seminar diente als Ergänzung zur Unterweisung der Auszubildenden nach § 12 Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG). Der Paragraph verpflichtet Arbeitgeber ausdrücklich dazu, ihre Beschäftigten – insbesondere Auszubildende – vor Aufnahme der Tätigkeit, bei Änderungen im Aufgabenbereich, bei Einführung neuer Arbeitsmittel oder Technologien sowie regelmäßig während der Beschäftigung persönlich zu unterweisen. Wichtig ist dabei: Die Verantwortung für die betriebliche, mündliche Unterweisung verbleibt beim Unternehmer. Die Teilnahme am Arbeitsschutz-Seminar ersetzt diese Pflicht nicht, sondern unterstützt und vertieft sie. Inhaltlich setzte die Kreishandwerkerschaft auf einen praxisorientierten Ansatz: In Gruppenarbeiten wurden reale Arbeitssituationen aus dem Handwerksalltag analysiert, Gefährdungen, Belastungen und Beanspruchungen erkannt und geeignete Schutzmaßnahmen erarbeitet. Durch interaktive Übungen – etwa das Aufdecken von Sicherheitsmängeln anhand von Bildmaterial – entwickelten die Teilnehmenden ein Gespür für richtiges Verhalten im Betrieb. So wurde Arbeitsschutz greifbar und unmittelbar verständlich vermittelt. Um die Inhalte anschaulich zu gestalten, kamen verschiedene Mitmach-Elemente zum Einsatz. So starteten die Auszubildenden beispielsweise mit einem Übungsblatt „Finde den Fehler“ zum Thema Sicheres Arbeiten. Auf Bildern sollten sie Situationen einkreisen, in denen Sicherheitsregeln missachtet wurden – das anschließende Gespräch in der Runde half, richtige Verhaltensweisen zu erkennen und zu festigen.
In einem weiteren Teil der Schulung setzten sich die Teilnehmenden mit der Rolle einer Fachkraft für Arbeitssicherheit auseinander. Nach einer kurzen Einführung überlegten sie gemeinsam, welche Gefährdungen, Belastungen und Beanspruchungen sie bereits aus ihren eigenen Betrieben kennen. Auch diese Beispiele wurden in der Gruppe diskutiert – ein Austausch, der die Theorie mit dem Ausbildungsalltag direkt verknüpfte. „Arbeitsschutz darf keine reine Pflichtveranstaltung sein“, betont Kai Bremmer, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Waldeck-Frankenberg. „Unser Ziel ist, dass junge Menschen Verantwortung für ihre Sicherheit übernehmen und lernen, Risiken im Arbeitsalltag selbst zu erkennen.“ Auch Eva Maria Hartmann, Fachkraft für Arbeitssicherheit und Dozentin der Schulungen, hebt den Mitmach-Charakter hervor: „Unsere Teilnehmenden werden aktiv einbezogen – sie diskutieren und bewerten Situationen. Dieses selbstständige Denken ist entscheidend, um Sicherheitsbewusstsein dauerhaft zu verankern.“
Die Kreishandwerkerschaft bietet die Seminare jedes Jahr im Herbst an. Zusätzlich sind Firmenschulungen direkt im Betrieb möglich, die inhaltlich auf die jeweiligen Tätigkeiten und Arbeitsumfeldbedingungen abgestimmt werden können. Interessierte Betriebe können sich für kommende Termine oder individuelle Schulungsanfragen direkt an die Kreishandwerkerschaft Waldeck-Frankenberg wenden: 📞 05631 9535-100|✉️ info@khkb.de.





